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Wir sagen Danke, Michael Loogen

Michael Loogen (2016)
Alle, die sich persönlich von Michael Loogen verabschieden wollen, können dies im Rahmen des Pfarrfestes St. Sebastian am 11.9. um 10:00 Uhr tun. Herzliche Einladung dazu!
Datum:
Sonntag, 11. September 2022 10:00
Ort:
St. Sebastian, AC-Hörn
Ahornstraße 51
52074 Aachen

Wer einen Schäfer bei seiner Arbeit beobachtet hat, hat vermutlich auch entdeckt, wie faszinierend dieser alte Beruf, früher eher als Hirte bekannt, ist. Denn ein Schäfer ist einer, der seine Herde gut im Blick hat, der ihr Sicherheit und Geborgenheit gibt, aber auch mit Fürsorge behütet. Er ist einer, dessen Stimme der Herde sehr vertraut ist und mit der er die Herde zusammenzuhalten weiß. Einer, der dem Verlorenen nachgeht, weil es etwas Besonderes, Wertvolles und Einzigartiges ist. Er ist einer, der nicht vorausgeht, sondern mit- und hinterhergeht.
Vor sechs Jahren kam unser Mitarbeiter Michael Loogen hier auf die Weiden der GdG grenzenlos – damals noch in der GdG Aachen Nordwest an. Wie ein Schäfer ohne seinen vierbeinigen Freund nicht denkbar ist, so war er auch unvorstellbar ohne seinen treuen Hund Amy. Wenn auf einmal die Tür aufging, war es nie im Vorhinein klar, wer denn nun den Raum zuerst betritt – Michael oder Amy.
Es ist kein Zufall, dass wir am Tag der Verabschiedung den Bibeltext zum Hirten lesen, der das Verlorene sucht und sich über den Fund freut. Denn Michael Loogen ist in seinem privaten Leben auch ein Schäfer. Bei vielen Aufgaben, ob in der Messdienerarbeit oder in der Erstkommunion, war es ihm ein Anliegen, die Menschen selber zu beteiligen, sie selber die Kirche gestalten und tätig werden zu lassen. Seine Aufgaben, so hat er immer wieder zum Ausdruck gebracht, waren es, für einen angemessenen Rahmen zu sorgen und damit die Sicherheit zugeben. Dienend, unterstützend, fördernd – damit die Menschen selber initiativ werden und ihr Christsein füllen können.
Sein Herz schlug für Ehrenamtliche, für Jugendliche und für Kinder, vor allen aus den benachteiligten Familien. Als Sprecher der Stadtteilkonferenz war es ihm ein Anliegen, das Leben im Quartier mit den Menschen gemeinsam zu gestalten. Die besten Ideen für seine Arbeit bekam er, wenn er in seiner Pause mit Amy beim Gassigehen um die Häuser zog und mit Menschen in Kontakt kam. Wir sagen Danke für alles, was er in unseren Gemeinden in die Wege geleitet und an vielen sowie vielfältigen Aufgaben geleistet hat.
Wir sagen Danke aber auch für sein ermutigendes Glaubenszeugnis. Denn wir sind nicht die Besonderen, die Auserwählten, sondern, wie ein Hirte, sind wir in unserer Kirche für alle da, auch für die, die nicht zu „unserem Stall“ gehören.
Es wird Zeit zum Weiterziehen…
Alles Gute für die Zukunft und Gottes reichen Segen bei den neuen Aufgaben auf den neuen Weiden.

Für die Gemeindeleitung Tetyana Lutsyk